19.04.2016

Bild: Fastermann, Thomas (2014)
Thomas Fastermann, wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster

SPD betrachtet „Bündnis für Wohnen“ als Minimalkonsens

„Die Ziele des neu aufgelegten Bündnisses sind grundsätzlich zu befürworten, daher wird sich auch die SPD-Ratsfraktion den Unterzeichnern anschließen. Allerdings wird auch deutlich, dass es sich hierbei lediglich um einen absoluten Minimalkonsens handelt“, so Thomas Fastermann, planungspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion.

Da die Übereinkunft von Wirtschaft über Interessensverbänden, bis Verwaltung und Politik gleichermaßen getragen werden solle, sei es dieser Runde auch nicht möglich, die notwendigen, progressiven Bausteine einer zukunftsfähigen, gemeinwohlorientierten Wohnbauentwicklung zu benennen, konstatiert der SPD-Politiker. Aus Sicht der SPD fehle beispielsweise ein klares Bekenntnis zum Schutz von preisgünstigem Wohnraum durch soziale Erhaltungssatzungen, auch Milieuschutzsatzungen genannt. Auch im Neubau vermissen die Sozialdemokraten deutliche Maßnahmen. Fastermann: „Allen ist klar, dass das bisherige Ziel von 1.500 bis 2.000 neuen Wohnungen pro Jahr nicht mehr ausreicht. Dennoch hält das Bündnis-Papier daran fest.“ Ebenso wenig werde klar, mit welchen Maßnahmen man den Bau von jährlich mindestens 300 Sozialwohnungen sicherstellen möchte. Fastermann: „Selbst die Verwaltung schätzt diese Zahl als viel zu niedrig ein.“

„Wohnungspolitik ist nicht zuletzt auch eine soziale Frage. Es geht darum, genügend attraktiven Wohnraum bereitzuhalten, auch und gerade für Menschen, die sich keine Luxus-Eigentumswohnung leisten können“, so Fastermann. Dafür brauche es nicht nur wohlmeinende Worte, sondern auch entschlossenes Handeln.

Zehn Jahre nach Unterzeichnung des „Bündnis für Wohnen“ soll dieses nun in einer überarbeiteten Fassung an die aktuellen Bedarfe angepasst werden. Ziel des Bündnisses ist „ein verantwortlicher Umgang mit dem ‚Gut Wohnen‘ im Sinne einer zukunftsfähigen Wohnstandortentwicklung“.




zurück
Berichten Sie darüber:
  • bei twitter
  • bei facebook
  • bei delicious
  • bei digg
  • bei google
  • bei webnews
  • bei Mister Wong
  • versenden
Ihr Name

Ihre Mailadresse:
Name des Empfängers
Empfänger-Adresse
Nachricht für den Empfänger
Sicherheitsfrage:Bitte tragen Sie das Ergebnis der folgenden einfachen Rechnung ein: 29 + 4 =



Warum Geiz nicht immer geil ist: Menschenrechte und fairer Handel